Vier Augen sehen mehr als zwei

Neben Dolmetschen und Übersetzungen umfasst mein Leistungsangebot auch die Bearbeitung deutscher Texte. Die Begrifflichkeiten in diesem Arbeitsbereich überschneiden sich und es ist nicht immer klar definiert, was ein „Lektor“ oder „Korrekturleser“ oder „Checker“ genau macht.

Wenn ich eine Übersetzung Korrektur lese oder lektoriere, vergleiche ich den englischen Ausgangstext mit der deutschen Übersetzung und prüfe:

  • Ist die Übersetzung richtig und vollständig?
  • Sind alle Begriffe kontextgemäß und einheitlich übersetzt?
  • Wurden alle im englischen Text enthaltenen Nuancen, Zweideutigkeiten, vagen Formulierungen, Anspielungen usw. so gut wie möglich in die deutsche Sprache übertragen?
  • Enthält der deutsche Text keine Rechtschreib-, Grammatik- oder Zeichensetzungsfehler?
  • Entspricht die Stilebene des Zieltextes der des Ausgangstextes?
  • Ist die deutsche Übersetzung idiomatisch?
  • Enthält der englische Text möglicherweise Fehler, die mit dem Kunden vor Lieferung geklärt werden müssen?

Meist versuche ich, so wenig stilistische Veränderungen wie möglich zu machen und den Schreibstil des Übersetzers nicht zu verändern. Gelegentlich unterbreite ich stilistische Vorschläge, die der Übersetzer akzeptieren oder überdenken kann.

Für Verlage (u. a. seit vielen Jahren in meiner Wahlheimat für Pearson Higher Education & Professional, früher Heinemann, und Oxford University Press) arbeite ich mit Korrekturfahnen und ausschließlich mit dem deutschen Text.

Nachdem ich mehrere Jahre an einem Oxforder College Deutsch als Fremdsprache unterrichtet hatte, schrieb ich 2001 gemeinsam mit meinen beiden Kollegen Steve Williams und Jeannie McNeill ein A-Level-Lehrbuch für Deutsch als Fremdsprache, erschienen bei Hodder & Stoughton.